Ich bin bei meinen Streifzügen durch die Weiten des Internets schon öfters auf den Begriff "Geocaching" oder "Cache" gestossen, wusste aber nicht um was es sich eigentlich handelt. Da ich grundsätzlich ein neugieriger Mensch bin, habe ich mich fix bei Wikipedia schlau gemacht:
Geocaching (gr. γη, ge „Erde“, engl. cache: „geheimes Lager, Depot“ (gesprochen: ['ʒiːokɛʃɪŋ], in Deutschland zumeist ['geːokɛʃɪŋ])), auch GPS-Schnitzeljagd, ist eine Art elektronische Schatzsuche oder Schnitzeljagd. Die Verstecke („Caches“) werden anhand geographischer Koordinaten im Internet veröffentlicht und mit Hilfe eines GPS-Empfängers gesucht.
Ein Cache ist in der Regel ein wasserdichter Behälter, in dem sich ein Logbuch sowie verschiedene Tauschgegenstände befinden. Jeder Besucher eines Caches trägt sich in das Logbuch ein, um seinen Besuch zu dokumentieren. Anschließend wird der Cache wieder an der Stelle versteckt, an der er zuvor gefunden wurde. Der Fund wird auch im Internet auf der zum Cache gehörigen Seite vermerkt und gegebenenfalls durch Fotos ergänzt. So können auch andere Personen – insbesondere der Verstecker (Owner) – die Geschehnisse rund um den Cache beobachten.
Meine eigenen Erfahrungen damit beschreibe ich in der erweiterten Ansicht meines Blog-Posts.
Irgendwie hat mich das gereizt und ich habe mich mal im Internet nach Caches in meiner Nähe umgeschaut. Dabei bin ich auf die Website "Swissgeocache" gestossen. Auf dieser Internetseite kann man die Postleitzahl seines Wohnortes eingeben und nach den vorhandenen Cache in der eigenen Umgebung suchen.
Zu meinem Erstaunen befanden sich etwa 30 Caches in meiner Nähe und so habe ich mich mit einem Freund verabredet um auf "Schatzsuche" zu gehen. Wie es so kam zogen wir erst um etwas 22:00 Uhr los und versuchten uns zuerst an einem Cache in der Stadt, genauer am Bahnhof. Da aber zu viele Leute (in der Cacher-Sprache "Muggles" genant) überall herumstanden, haben wir uns dann entschieden einen etwas abgelegenen Cache in Angriff zu nehmen. So haben wir uns etwa 3-4 Kilometer vom Bahnhof entfernt. Da wir kein GPS-Gerät hatten, nahmen wir eine 1:25'000er Karte zu Hilfe, dies hat prima funktioniert. Ausserdem waren wir mit Taschenlampen "bewaffnet". Im Zielgebiet angelangt haben wir uns dann auf die Suche gemacht. Etwa 10m ging es durch den mit Brombeerstauden durchzogenen Wald. Dort haben wir uns geteilt und jeder hat in eine andere Richtung gesucht. Nach einer Weile trafen wir uns wieder und ich habe meinem Freund mitgeteilt, dass ich den Cache nicht gefunden habe. Da begann er zu Lachen und bückte sich; exakt vor meinen Füssen befand sich eine kleine Höhle, in der der Cache (die Box) versteckt war. Natürlich haben wir neugierig den Inhalt des Caches durchsucht und uns ins Logbuch eingetragen. Dann sind wir mit einem breiten Lachen auf dem Gesicht wieder zurück in Richtung Stadt gegangen.
Uns hatte es so richtig gepackt, denn wir hatten nicht erwartet den Cache zu finden. Mein Freund hat sich dann verabschiedet und hat den letzten Zug nach Hause genommen. Dort wiederum hat er sich das Auto seiner Eltern ausgeliehen und kam wieder zu mir zurück. Wir konnten es einfach nicht lassen noch weiter auf Cache-Suche zu gehen. So kam es dass ich erst etwa um 6 Uhr Morgens wieder nach Hause kam (und zusammen mit meinem Freund 5 Caches gefunden hatte). Aber es war wirklich ein Erlebnis was ich jedem empfehlen kann. Ich selber wandere nicht sehr gerne, aber im Zusammenhang mit Geocaching macht mir sogar das Spass..
Ein weiterer nützlicher Link dazu: www.geocaching.com - Die offzielle Geocaching-Internetseite (englisch) wo ebenfalls nach Standorten von Caches gesucht werden kann und die Funde registriert werden können. Ausserdem findet man hier gute grundlegende Informationen zum Thema geocaching.